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gorges de la loire


Oberhalb von Roanne verwandelt sich die seichte, ohnehin träge Loire jenseits des ersten Staudamms, der sich ihr im Lauf ihrer 1013 km in den Weg stellt, in ein breites, grün-blau schimmerndes, stehendes Gewässer.
Einst oberhalb des steilen Flussufers erbaute Schlösschen mutieren so zu Wasserschlössern, ehemals in sicherer Entfernung zum Wasser erbaute mittelalterliche Dörfer verfügen nun über einen Hafeneingang vor der Haustüre …

bei den wilden charolais


Was für die Opis unter uns gewaltig nach einem Karl-May-Roman müffeln könnte ist nichts weiter als eine Ortsbeschreibung: Nord-westlich von Roanne, am Oberlauf der Loire gelegen, findet sich das Land, in dem weiße, bräsig scheinende Rinder (die sich aufgrund ihrer Kurzbeinigkeit gerne mal mit schrägen Schweinen verwechseln lassen) überall da rumstehen wo es abfallendes Gelände gibt und ein Lichtsstrahl landet.
Für träge hält man die Viecher mit dem traditionell dreckigen Arsch übrigens nur so lange, bis man Famlie Neugierig beim Spocht beobachten durfte ….

an träge fließenden flüssen …


Tour de France: an Loire und Cher – die Touraine

Schier erschlagen von der Schlösserdichte an Loire und Cher braucht der Mensch ab und an einen Ort jenseits der Touristenströme, ein lauschiges Plätzchen zum durchatmen und picknicken. Was bietet sich da passenderes an als im Schatten eines Baumes an den beschaulichen Ufern dieser träge hinfließenden Flüsse die Zeit passieren zu lassen?
Den Blick auf die mittelalterlichen, von Burgen und Schlössern geprägten Kulissen die sich im Wasser spiegeln übertrifft alles, was ein „normales Schloss“, irgendwo in einem Park versteckt, zu bieten hat. Und sei es auch noch so prachtvoll …

einmal kurz angebraten


Tour de France: Rund um Sancerre

Faden verloren? Hier simma wieda: an der Loire. Also ab aufs Rad, aus dem lauen Schatten des Campingplatzes bei kühlen 20°C am Ufer der Loire nix wie rein in den Weinberg. Da stehen 33°C, die sich vor einer Wand aufgebaut haben: lecker steil und lecker Wein, der allerdings sollte kühl sein.

Oben angekommen wird es etwas weniger bratig, und vor allem: Was für ein geniales Radfahrgebiet sich da wieder ausbreitet! Erneut gibt es ein dichtes Netz wunderbarer kleiner Sträßchen, so gut wie frei von Autoverkehr und in tollem Zustand. Natürlich fängt man sich in Frankreich hübsche Asphalt-Tattoos wenn man auf der Straße stehenbleibt, den Fehler macht man nur 1x. Die ersten Schlösser tauchen ganz beiläufig am Straßenrand auf …
Übrigens gibt es im Umfeld der Loire die wunderbaren Auswirkungen einer landesweiten Kampagne besonders intensiv zu bewundern: in den vergangenen Jahren wurden in Frankreich Wildblumenaussaaten subventioniert, welch charmante Idee …!

Hier gibt es Karte und Profil einer Beispiel-Tour mit knapp über 90 km und 800 hm, selbstverständlich führte sie auch über die Brücke über die Loire ….

die brücke über die loire


Tour de France: erwischt!

Am  frühen Nachmittag des 15. Juli 2009 überqueren ein Belgier und ein Pole in Pouilly-sur-Loire auf einer abenteuerlich aussehenden Brücke eben jenen Fluss. Auf der Wasseroberfläche dümpeln Kanuten in bunten Booten und winken. Glücklicherweise wird diese Szene aus einem Hubschrauber gefilmt und fast zeitgleich (wenn auch nur nebenbei) via TV auf meine Arbeitsnetzhaut geworfen. Da hats mich erwischt. Und zwar sowas von, dass ich knapp 2 Wochen nach dem Fahrerfeld der Tour de France selber die Loire erstmals auf dem Rad überquere – auf eben jener Brücke.

Das alles spielt sich unweit von Sancerre ab, einem mir bis dahin unbekannten bekannten Weinort am Mittellauf der Loire. Ein durchaus spannendes Städtchen, nahe beim Fluss auf einem Hügel gelegen. Schick, alt und nicht gerade untouristisch. Trotzdem charmant. Und lecker. Essen kann man auch, dass es eine Freude ist.
Unten im Tal lümmelt sich die Loire ganz entspannt. Als Kanute sollte man jedoch jederzeit mit Fußgängern rechnen.
Aber da war ja noch was: die Brücke. Mittlerweile weiß ich: die hat was, und das nicht nur im Fernsehen …